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Fragen, die vor jedem ersten Termin kommen.

Kurze, direkte Antworten dazu, was die BM Defence & Security AG baut, was heute verfügbar ist, welchen Normen die Systeme folgen und wie ein Beschaffungsgespräch beginnt.

Was ist die BM Defence & Security AG?

Die BM Defence & Security AG ist ein europäisches Verteidigungstechnikunternehmen. Sie entwickelt, integriert und fertigt unbemannte Systeme für Luft, Land, Überwasser, Unterwasser und Infrastruktur. Das Portfolio, die GHOST-Familie, umfasst dreizehn Systemlinien mit einer Führungssoftware, einem Sensorstandard und einer Schnittstellenbeschreibung.

Welche unbemannten Systeme bietet BMDS an?

BMDS bietet dreizehn Systemlinien an: das Carrier Kit für die Trägerintegration, die ISR-Quadrocopter Q100 und QMed, den Interceptor Thorn mit seiner glasfasergelenkten Variante, die Loitering Munition L100, den Turbinen-Interceptor I100, das Bodenfahrzeug UGV-100, das Oberflächenboot USV-100, das Unterwasserfahrzeug UUV-100, die Drone-in-a-Box-Station DP-100, die verlegbare GHOST GCS, die Software GHOST CORE und das GHOST KI-Vision-Kit.

Was ist die GHOST-Familie?

Die GHOST-Familie ist das Systemportfolio von BMDS. Jede Linie nutzt dieselbe Führungssoftware, denselben Sensorstandard und dieselbe Schnittstellenbeschreibung. Wer eine Linie einführt, kann die nächste aufnehmen, ohne ein zweites Führungssystem, einen zweiten Lehrgang und eine zweite Instandhaltungskette.

Was ist GHOST CORE?

GHOST CORE ist die Führungssoftware von BMDS. Sie vereint Führung, Bodenstationssoftware, Datalink-Verwaltung, Schwarmlogik, Missionsplanung und den KI-Vision-Stack in einer modularen Codebasis über Luft-, Land-, See- und Infrastruktursysteme. Die menschliche Entscheidung im Wirkungsablauf ist durch die Architektur erzwungen.

Baut BMDS Interceptoren gegen Drohnen?

Ja. BMDS stellt zwei Interceptor-Klassen unter einem Führungssystem. Die Thorn ist ein attritabler FPV-Interceptor in hoher Stückzahl gegen Saturationsangriffe. Die I100 ist ein turbinengetriebener Interceptor gegen schnelle Einweg-Angriffsdrohnen, einschließlich jetgetriebener Varianten.

Wo werden die BMDS-Systeme gebaut?

Die BMDS-Systeme werden in Europa entwickelt und gebaut. Die Serienfertigung läuft in festen und mobilen Fertigungszellen mit europäischer Lieferkette über Struktur, Antrieb, Elektronik und Optik. Das Unternehmen arbeitet von Deutschland, Polen und Tschechien aus.

Welchen Normen folgen die BMDS-Systeme?

Die BMDS-Systeme sind nach NATO STANAG 4586 und STANAG 4703 ausgelegt, nach STANREC 4818 für Bodensysteme, nach den Anforderungen der EMAR 21 und nach den EU-Verordnungen 2019/945 und 2019/947. Zulassungsstand und Zieldatum jeder Linie stehen auf der Seite Programme und Normen.

Lassen sich mehrere BMDS-Systeme von einer Bodenstation führen?

Ja. Die verlegbare GHOST GCS führt mindestens acht Systeme gleichzeitig über Luft, Land, See und Infrastruktur, bei einem Auslegungsverhältnis von einem Bediener auf vier Systeme. Zwei Personen bauen sie in dreißig Minuten auf.

Was unterscheidet die Thorn von der I100?

Die Thorn ist ein attritabler FPV-Interceptor unter 4,5 kg, gefertigt in Stückzahl gegen langsame und mittelschnelle Drohnen. Die I100 ist ein Turbinen-Interceptor, ausgelegt auf mehr als 600 km/h gegen schnelle Angriffsdrohnen. Ein Bediener führt beide von derselben Bodenstation.

Bietet BMDS Drone-in-a-Box-Systeme für kritische Infrastruktur an?

Ja. Die GHOST DP-100 startet, landet, lädt und synchronisiert ein Fluggerät ohne Personal vor Ort. Sie ist nach IP55 ausgelegt, arbeitet von minus 25 bis plus 45 Grad Celsius und hat eine Löscheinrichtung mit Fernmeldung.

Kann BMDS seine Systeme auf eine vorhandene Plattform integrieren?

Ja. Das GHOST Carrier Kit macht aus einem Fluggerät, Fahrzeug oder Boot, das bereits im Einsatz ist, einen Träger für kompakte unbemannte Systeme. Die Schnittstelle ist offen, heute sind mehrere Trägerplattformen integriert, weitere kommen auf Anfrage hinzu.

Spielt es eine Rolle, ob das abgesetzte System einen Sensor oder einen Effektor trägt?

Nein. Die GHOST-Schnittstelle ist in beiden Fällen dieselbe. Die Nutzlast entscheidet über den Auftrag, nicht der Träger. Deshalb wechselt ein Betreiber die Nutzlast, statt für jede Aufgabe ein neues System zu beschaffen.

Wie geht BMDS mit der Exportkontrolle um?

Jede Anfrage wird gegen europäische und nationale Exportkontrollvorschriften geprüft. Die öffentlichen Seiten führen nur Leistungskennwerte. Weitergehende Unterlagen werden unter Geheimhaltungsvereinbarung freigegeben und, wo erforderlich, nach Genehmigung und mit Endverbleibsdokumentation.

Wie nehmen Ministerien, Behörden oder Systemhäuser Kontakt auf?

Über den sicheren Anfragekanal auf der Kontaktseite. Anfragen werden binnen fünf Werktagen beantwortet. Es gibt drei Wege: Streitkräfte und Systemhäuser, Behörden für Sicherheit und Bevölkerungsschutz sowie Betreiber kritischer Infrastruktur.

Nächster Schritt

Sichere Anfrage stellen Antwort binnen fünf Werktagen.

Stand 09/2026